Zagi xxs

Wie Licht durchlässig sind die Flügel?

CH5– und Ladebuchse mit zwei Schaltern für Empfänger und Licht

Ein UFO in der Schwarzen Nacht

Der Zagi ist eigentlich ein einfaches Flugobjekt, deshalb wollte ich von Anfang an schon einige „Extras“. Gekauft habe ich ihn zuvor an der Modellbau Bodensee-Messe in Sinsheim. Einen 270mAh/7,2V-Akku, einen JETI-Empfänger „REX 5 plus“ und einen 280er-Motor plus Regler habe ich vor Ort gleich mitgekauft.

Zu Hause bohrte ich mit einem zugespitzten Metallstängelchen ein Loch durch den Flügel, welchen ich zur genauen Führung mit einem starken Scheinwerfer von hinten durchleuchtete. Hinterher zog ich eine Schnur ein, welche ich dann mit einer Extravorrichtung mit kantigen Teilen eingeknotet, motorisiert im Kreis durchzog (Seilbohrer). Der Kanal durch den Flügel sollte so gross sein, dass genügend Platz für eine LED-Beleuchtung im Flügel ist. Die Beleuchtung wird schliesslich vom BEC-System gespiesen, und hat einen einzelnen Schalter.

Bis der Zagi fertig zusammengebaut war, gab's schon noch was zu tun. Ich bettete alle Komponenten in den Rumpf ein, damit er bis auf den Motor am Heck, wie die Standard-Seglerversion aussah.

Der Zagi flog als „erste Version“ nicht schlecht, aber er war schon etwas schwer, und hatte vor allem nicht genug Power, um schnell Höhe zu machen. So baute mir mein Kollege Kevin Tschopp, der sich mittlerweile mit bürstenlosen LRK-Motoren beschäftigt hat, einen solchen Antrieb. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass diese Teile einiges leichter sind, mehr Kraft haben und durch ihre hohe Effizienz für mehr Leistung weniger Strom verbrauchen (vergleichsweise). Diese „neuartige“ Antriebstechnik braucht aber auch einen speziellen Drehzahlregler, der nicht einfach Gleichstrom sondern einen dreiphasigen Drehstrom generiert, der im Motor ein Drehfeld erzeugt. Zusätzlich tauschte ich den NiCd-Akku durch drei 1200mAh-LiPo-Zellen aus, die ebenfalls leichter sind und viel mehr Kapazität haben als NiCd- oder NiMH-Akkus mit gleichen Abmessungen (aber eben auch nicht günstig ;o) . Da die mitgelieferten Depron-„Wingleds“ langsam zerknittert und zerbröselt waren, habe ich zusätzlich bespannte Wingleds aus Balsaholz hergestellt, welche mittels Neodym Magneten an den Flügeln fixiert sind. Diese sind je mit einer grünen und einer roten Blink-LED ausgestattet, die aber leider nicht sehr hell leuchten. Die Anschlüsse erfolgen einerseits per verdrilltes Drähtchen und anderseits mit den Neodym Magnetchen als Kontaktflächen. So war dann im Dezember 2004 auch das Update zur zweiten Version vollbracht.

Inzwischen gibt es schon die dritte Version, bei der ich lediglich einen kleineren und leichteren Regler eingebaut habe, der aber für den gleichen Motor immer noch längst ausreicht.

Mit der momentanen Ausstattung bewältigt dieses 275g schwere Flugobjekt sogar den senkrechten Steigflug. Es ist aber schwierig mit einem Deltaflieger schön senkrecht zu fliegen!

Flügeldurchstich mit heissem Draht              „Aushub“ des dünnen Durchstichs mittels „Eigenbau-Seilbohrer“

Fertige Version 1

Umbau auf die zweite Version

Balsa-Wingleds mit Blink-LED‘s

Fertige Version 2….

Zagi von Kevin Tschopp

….im Dunkeln

Verblüffende Werte eigentlich!!                                              Bestandteile vor dem Einbau in die erste Version

Und letztendlich die dritte Version...

...an der Dachschräge deponiert

V 28.05.06

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